Vernetzte und normierte Daten für die historischen Wissenschaften

histHub entwickelt eine Plattform für vernetzte und normierte Daten für die historischen Wissenschaften in der Schweiz. Über die Plattform lassen sich zahlreiche herausragende Datenbestände zur Schweizer Geschichte durchsuchen. histHub bindet die historischen Daten in die Workflows (Recherche, Datenbearbeitung und -produktion, Auswertung) der interessierten Zielgruppen ein und wird dadurch zu einer Anlaufstelle für die Forschungscommunity der digitalen Geisteswissenschaften.

Vernetzen

Verschiedene Datenbestände zur Schweizergeschichte durchsuchen? Vergleichen, was in welcher Datenbank über eine historische Person steht?
histHub vernetzt historische Datenbestände für die Forschung und die interessierte Öffentlichkeit.
histHub entwickelt und vertreibt auf die Bedürfnisse der Community zugeschnittene Vernetzungstools, die flexibel genutzt und weiterentwickelt werden können. Auf diese Weise wird die nationale und internationale Vernetzung von historischen Daten gefördert und vereinfacht.

Normieren

Burg, Schloss, veste, castrum oder hus? Henker, meyster, tiller oder doch Scharfrichter? Historische Begriffe verändern sich nicht nur über den Lauf der Zeit, sondern variieren auch geografisch.
Die Normdaten von histHub schaffen Klarheit und verweisen auf die historischen Quellen.
histHub modelliert und verwaltet einen Normdatensatz zur Schweizer Geschichte. Durch den Einsatz semantischer Datenmodellierung ist der histHub-Normdatensatz sowohl einfach adaptierbar als auch in der Lage, feinste historische Unterschiede abzubilden. Mit den histHub-Normdaten sind eindeutige Aussagen über Personen, Orte, Organisationen und Konzepte über Epochen- und Sprachgrenzen hinweg möglich.

Mitmachen

histHub befindet sich im Aufbau und hat eine offene Projektanlage. Bis Ende 2019 soll histHub zu einer Produktions- und Forschungsumgebung der historischen Wissenschaften in der Schweiz werden. histHub entwickelt Nutzerschnittstellen, die es künftigen Partnern ermöglicht, ihre Daten in histHub einzuspeisen, anzulegen, anzureichern und zu vernetzen.
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Kickoff-Meeting

Es ist soweit: histHub startet in die Aufbauphase. In den nächsten Monaten beginnen die Entwickler-Teams von histHub mit dem Aufbau der Forschungsplattform. Das Vernetzen und Normieren von Forschungsdaten zur Geschichte der Schweiz wird die Forschungspraxis der historischen Wissenschaften in der Schweiz vereinfachen.

Am Kickoff-Meeting am 31.08.2017 treffen die histHub-Teams erstmals zusammen. Neben der Projektorganisation stehen auch Informationen zu Datenmodellierung, Programmierung, Kollaboration und Kommunikation auf dem Programm.

Interessiert an der Geschichte der Schweiz? histHub bietet Suchfunktionen für die Daten des Historischen Lexikons der Schweiz, der Diplomatischen Dokumente der Schweiz, des Schweizerdeutschen Wörterbuchs, der Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins und von vielen mehr!

Learn Metagrid Day

Metagrid

Am 9. Mai 2017 fand in der Nationalbibliothek der erste Learn Metagrid Day statt.
Metagrid, ein Service von histHub, dient der Vernetzung von geisteswissenschaftlichen Ressourcen. Der Webservice ermöglicht die Einrichtung, Verwaltung und Analyse von Links zwischen Entitäten (z.B. Personen, Körperschaften oder Orte) von verschiedenen Datenbanken und Websites.

Im Rahmen des Learn Metagrid Days wurde Metagrid 3.0 den Projektpartnern vorgestellt und in der Praxis erprobt. Im Mittelpunkt des halbtägigen Programms stand die praktische Arbeit mit den Daten und die Einbindung des Metagrid Widgets auf den Seiten der Projektpartner.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Kernziele und Visionen von histHub genauer vorgestellt.

Phasen 2 und 3 von histHub bewilligt

Der Lenkungsausschuss des Programms „Wissenschaftliche Information“ von swissuniversities hat in seiner Sitzung vom 5. Dezember über die Anträge der sechsten Projekteingabe entschieden.

Wir freuen uns sehr, dass der Antrag für den künftigen Aufbau der Plattform histHub genehmigt wurde. Der positive Entscheid belegt die produktive Konsolidierung der Kooperation zwischen führenden digitalen geschichtswissenschaftlichen Institutionen in der Schweiz.

Durch die finanzielle Unterstützung ist es möglich, in den kommenden zwei Jahren die beiden Hauptarbeitsbereiche Vernetzung und Normierung weiter auszubauen und neben der Metagrid-Suche und dem Vornamen-Thesaurus weitere Tools für die Arbeit mit geschichtswissenschaftlichen Daten zu entwickeln.

Die in der ersten Phase etablierten Kommunikationskanäle (histhub.ch, Twitter und Facebook) werden Sie auch in Zukunft über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten und Einblicke in die Ergebnisse unserer Arbeit geben.

Wichtiger Meilenstein erreicht: Vornamen-Vokabular und Metagrid-Suche online

Das histHub-Projekt hat einen ersten wichtigen Meilenstein erreicht. Ab sofort sind das Vornamen-Vokabular und die Metagrid-Suche auf der histHub-Website öffentlich zugänglich.

Vornamen-Vokabular
Beim Vornamen-Vokabular handelt es sich um ein einfaches mehrsprachiges Vokabular (ohne Hierarchien etc.), in dem alle Vornamen der Personen der Projektpartner und ihre historischen oder mundartlichen Schreibvarianten mit Quellen- oder Textstellen belegt sind. In der Regel, ist jeder Vorname einer oder mehreren Personen, die diesen Vornamen tragen, zugeordnet. Es gibt eine Hitliste der häufigsten Vornamen von 200 v. Chr. bis 2016 n. Chr. sowie eine Visualisierung in Wortwolken und der Vorkommen in einer Timeline.
Weitere Informationen zur Projekt-Konzeption finden Sie hier.

Metagrid-Suche    
Dank der Metagrid-Suche können die gespeicherten Konkordanzen zu Personen aus den an Metagrid beteiligten Datenbank zentral durchsucht werden. Damit leistet der Webservice einen wichtigen Beitrag zur Erleichterung der Suche nach relevanten historischen Informationen zu Personen.
Weitere Informationen zur Projekt-Konzeption finden Sie hier.

histHub als Knotenpunkt für Recherchen zur Geschichte der Schweiz
Mit der Lancierung der beiden Services ist ein wichtiger Schritt für die Etablierung von histHub als wichtigem Knotenpunkt für die Vernetzung und Normierung von digitalen Forschungsdaten zur Geschichte der Schweiz.

Thesaurus-Editor und Vornamen-Vokabular

homepagehisthubIm Rahmen der Projektphase 1 von histHub wird ein Thesaurus-Editor als Teil des histHub-Laboratory in einer Testumgebung umgesetzt und die Ontologie für ein Vokabular «Vornamen» im Testverfahren im Datahub entwickelt. Eine Suche innerhalb des Vokabulars steht im Thesaurus-Editor und auf der histHub-Website allen zur Verfügung.

Thesaurus-Editor
Der Thesaurus-Editor ist eine Umgebung für die Er- und Bearbeitung von mehrsprachigen Vokabularen, das Zuordnen von Synonymen und Antonymen und die Erarbeitung einer Hierarchie. Die so entwickelten Thesauri können durch die Dienste von histHub ausserdem mit externen Ressourcen und Referenzthesauri verlinkt und mit internationalen Normdaten angereichert werden.

Eine grafische Umgebung wird zur Verfügung gestellt, die das Bearbeiten der Daten erlaubt – manuelle Suche, Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen von Datensätzen (SCRUD).

Vornamen-Vokabular
In der Projektphase 1 wird als erstes ein Vornamen-Vokabular mit Hilfe der Daten der beteiligten Projekte realisiert. Beim Vornamen-Vokabular handelt es sich um ein einfaches mehrsprachiges Vokabular (ohne Hierarchien, Antonyme etc.), in dem alle Vornamen und ihre historischen oder mundartlichen Schreibvarianten mit Quellen- oder Textstellen belegt sind. Jeder Vorname ist einer oder mehreren Personen, die diesen Vornamen tragen, zugeordnet.

Im Vokabular wird zwischen Vornamen mit einfacher Appellation, z. B. Johannes, und mehrfachen Appellationen, z. B. Hans-Peter, unterschieden. Bei mehrfachen Appellationen wird auf die einfachen Appellationen, aus denen er zusammengesetzt ist, verwiesen. Konkordanzen zwischen verschiedenen Sprachen, verschiedenen in den Quellen vorkommenden Schreibvarianten und Synonymen (z. B. Kurzformen) werden abgebildet.

Alle weiteren Personenbezeichnungen (Namen, Zu/Übernamen, Pseudonyme, Titel etc.) werden in einem nächsten Schritt berücksichtigt.

Das Vornamen-Vokabular ist ab sofort online.

Metagrid

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Im Sommer 2015 ist der Webservice Metagrid offiziell gestartet. Metagrid ist ein Projekt der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) für die Online-Vernetzung von geisteswissenschaftlichen Ressourcen, durchgeführt von den Diplomatischen Dokumente der Schweiz (Dodis) mit der Unterstützung des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS). Der Webservice ermöglicht die Einrichtung, Verwaltung und Analyse von Links zwischen identischen Entitäten (z. B. Personen, Körperschaften oder geographische Orte) von verschiedenen Websites und Datenbanken.

Für die beteiligten Projekte besteht Metagrid aus drei Modulen:

a) Crawling:
Metagrid ist in der Lage, automatisiert die Daten bei den beteiligten Projektpartnern abzufragen und zu strukturieren. Der Einsatz von Mikroformaten (z.B. schema.org) bzw. andere Formen der strukturierten Auszeichnung von Daten erleichtern diesen Prozess.

b) Matching:
Anhand der so gewonnenen Daten berechnet ein Algorithmus die Wahrscheinlichkeit, dass Entitäten, die aus unterschiedlichen Datenbanken zusammengeführt wurden, übereinstimmen. Mit Hilfe eines übersichtlichen Redaktionstools können diese Vorschläge von den beteiligten Forscherinnen und Forschern bestätigt oder abgelehnt werden. Stimmen die abgefragten Informationen komplett überein, kann ein Teil der Konkordanzen auch völlig automatisiert erstellt werden. Jede dieser Konkordanzen muss nur einmal bestätigt werden und steht anschliessend sofort allen beteiligten Projekten zur Verfügung.

c) Publishing:
Die auf diese Weise gewonnenen Informationen werden mit Hilfen eines Widgets auf den Partnerwebsites dargestellt. Zur Integration werden lediglich zwei Zeilen zusätzlicher Code benötigt, der auf einfache Weise in die entsprechenden Websites integriert werden kann.

Die Metagrid-Suche ist ab sofort online.

 

Dodis-DDodis
John Bassett Moore


tellHLS-DHS
Friedrich Traugott Wahlen


Base de données „élites suisses au XXe siècle“
Giuseppe Motta


officeForeign Relations of the United States, U.S.-Chiefs of Mission
Elihu Root


Logo_huygens_Ing_siteHuygens Institute of Netherlands History
Horace Merle Cochran


lonsea-lLonsea – League of Nations Search Engine
Gustave Ador


BSG logoBibliographie der Schweizergeschichte
Albert Weitnauer


IMG_7203 Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins
Diebold Schilling (der Ältere)


BSG logoHelveticat
Henri Guisan

Meilensteine Phase 1

Die Bewilligung einer ersten Projektphase bis Ende Dezember 2016 war ein wichtiger Schritt für die Etablierung von histHub als Datenhub für die historischen Geisteswissenschaften.

Konkret stehen in dieser Phase die Entwicklung und der Ausbau verschiedener Services im Mittelpunkt:

  • Der bereits realisierte Service Metagrid (metagrid.ch) wird in dieser Zeit weiter ausgebaut und die Daten der an histHub beteiligten Projekte werden vernetzt.
  • Ein Thesaurus-Editor zur Erarbeitung und Verwaltung von kontrollierten Vokabularen wird konzipiert und in einer Testumgebung realisiert. Erstes Ziel ist die Erstellung eines Vornamen-Vokabulars mit Hilfe der Daten der beteiligten Projekte.
  • Am Ende dieser Projektphase sollen diese beiden Services auf der histHub-Website als Module verfügbar und für eine interessierte Öffentlichkeit nutzbar sein.

Mit Metagrid und Thesaurus-Editor werden zwei wichtige Grundsteine für die künftige Konzeption des Projekts gelegt.

Aufbauend auf diesen beiden Technologien wird sich histHub zwei Hauptarbeitsbereichen widmen, nämlich einerseits der Vernetzung und andererseits der Normierung von geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten.

Im Laufe der kommenden Wochen werden wir die einzelnen Services hier genauer vorstellen und Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

histHub – Projektträger

Um das Potenzial der Strukturierung und Vernetzung digitaler Daten künftig gemeinsam zu nutzen und weiterzuentwickeln haben sich die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins mit ihrer Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ), die Forschungsstelle der Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) mit ihrer Datenbank Dodis, das Historische Lexikon der Schweiz (HLS), das Schweizerdeutsche Wörterbuch (Idiotikon) und das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung (ortsnamen.ch) im Consortium Historicum zusammengeschlossen und das Projekt histHub entwickelt.
Durch ihren Langzeitcharakter und den frühzeitigen Einsatz digitaler Werkzeuge haben die beteiligten Institutionen besondere Expertise in der nachhaltigen Umsetzung digitaler Projekte und in der fachspezifischen Nutzung von Forschungsdaten. Zusammen verfügen sie über umfassende und qualitativ hochstehende Wissensbestände zur Schweizergeschichte und methodologische Kompetenzen für ihre Verwaltung und Nutzbarmachung.

Die DDS sind ein Projekt zur Edition zentraler Dokumente zur Geschichte der schweizerischen Aussenbeziehungen.Das Anliegen der DDS ist dabei ein wissenschaftliches und praktisches zugleich. Den verantwortlichen Herausgeberinnen und Herausgebern geht es darum, der Forschung und Praxis die amtlichen Quellen in gedruckter und digitalisierter Form zur Verfügung zu stellen, die nötig sind für die Rekonstruktion und das Verständnis der aussenpolitischen Geschichte der Schweiz. Die Selektion und Edition der relevanten Dokumente erfolgt durch eine aus  Historikerinnen und Historikern verschiedener Schweizer Universitäten gebildete Forschungsgruppe, welche auch die Redaktion des wissenschaftlichen Apparates besorgt.

Edition und Datenbank
Die Aktenedition in gedruckter Form liegt bereits vollständig in 15 Bänden der Ersten Serie  zu den Jahren 1848-1945 vor (Bde. 1–15). Die Zweite Serie (Bde. 16–31) zu den Jahren 1945-1989 wird nach einem speditiven Editionsplan 2020 abgeschlossen werden.
Die Internet-Datenbank Dodis ermöglicht – in Ergänzung zur herkömmlichen Aktenedition – den freien Zugang zu einer grossen Anzahl von digitalisierten Dokumenten. Sie liefert auch eine Fülle von Informationen zu in- und ausländischen Personen und Körperschaften, die aussenpolitisch aktiv waren. Es werden auch eine Dokumentation und eine Reihe von Themendossiers zur Verfügung gestellt.

Das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) ist ein wissenschaftliches Nachschlagewerk, das die Geschichte auf dem Gebiet der heutigen Schweiz von der Urgeschichte bis zur Gegenwart in allgemein verständlicher Form darlegt. Es ist das weltweit einzige wissenschaftliche Lexikon, das gleichzeitig in drei Sprachen erscheint, nämlich in den Schweizer Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Das HLS wird als Buch und zugleich als elektronische Datenbank unter dem Namen e-HLS publiziert.

Die Artikel des HLS und des e-HLS unterteilen sich in Biografien, Familienartikel, Ortsartikel und Sachartikel. Die Ortsartikel enthalten Informationen zu Gemeinden, Kantonen, Regionen, anderen Ländern, Herrschaften, Burgen, archäologischen Fundorten usw. Die Sachartikel behandeln Institutionen und geschichtliche Ereignisse, aber auch historische Strukturen, Prozesse und Ordnungsbegriffe. Die Auswahl der Lexikonstichwörter ist einer Histoire totale verpflichtet, die historische Gesellschaften und Räume möglichst in ihrer Gesamtheit erfassen will. Neueste Trends in der Geschichtswissenschaft werden sowohl in der Stichwortauswahl wie auch in den einzelnen Artikeln berücksichtigt. In HLS und e-HLS fliesst Expertenwissen aus allen historischen Teildisziplinen und aus fachverwandten Gebieten wie der Kirchen-, Medizin-, Musik- oder Militärgeschichte ein.

Alle Artikel des e-HLS können mit einer Volltextsuche abgefragt werden. Die dreisprachige Stichwortliste des e-HLS ist ein wertvolles Instrument beim Übersetzen von historischen Fachbegriffen.

ortsnamen.ch stellt Resultate der schweizerischen Ortsnamenforschung der Öffentlichkeit zur Verfügung und orientiert über den Stand der Namenforschung in der Schweiz.

In der Online-Datenbank erhalten Sie Zugriff auf die Namendatenbank.

ortsnamen.ch leistet und gewährleistet:

  • die kontinuierliche Sicherung der Forschungsdaten von laufenden und (vor allem) abgeschlossenen Projekten
  •  die elektronische Veröffentlichung dieser Daten (oder von Teilen davon) über die Homepage
  • die georeferenzierende Darstellung von Namendaten über verschiedene Online-Kartensysteme
  • das Führen einer laufenden (und mit elektronischen Ressourcen verknüpften) Bibliographie zur Deutschschweizer Ortsnamenforschung
  • in kleinem Umfang eigene, auf Datengewinnung und -präsentation ausgerichtete Forschungstätigkeit (aktuell: Erfassung von Exonym- und Endonym-Varianten aus den handschriftlichen Aufzeichnungen für den Sprachatlas der Deutschen Schweiz).

Und schliesslich ist ortsnamen.ch auch eine Informationsplattform für aktuelle Veranstaltungen und Publikationen im Rahmen der schweizerischen und internationalen Toponomastik.

Seit 1898 gibt die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins eine Sammlung der im Gebiet der heutigen Schweiz entstandenen Rechtsquellen heraus, die Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ). Ediert wird rechtshistorisches Quellenmaterial vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit (1798). Bisher sind über 100 Bände oder mehr als 70’000 Seiten Quellentexte und Kommentare aus allen Sprachteilen der Schweiz in der Sammlung erschienen.

Im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds und vom Friedrich-Emil-Welti-Fonds geförderten Projekts wurden alle Bände der Sammlung digitalisiert und sind auf der Website der Sammlung Schweizerischer Rechtquellen verfügbar.

Es gibt folgende Zugänge zur Sammlung:

Für weitere Informationen zur SSRQ online verweisen wir auf den detaillierten Beschrieb.

Das Schweizerische Idiotikon dokumentiert die deutsche Sprache in der Schweiz vom Spätmittelalter bis ins 21. Jahrhundert.

Mit bisher 16 abgeschlossenen Bänden und dem in Arbeit befindlichen 17. Band, die zusammen über 150 000 Stichwörter enthalten, ist das Schweizerische Idiotikon schon vor seinem Abschluss das umfangreichste Regionalwörterbuch im deutschen Sprachraum. Es dokumentiert die deutsche Sprache in der Schweiz vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart, die älteren Sprachstufen genauso wie die lebendige Mundart. Da der Grundstock des Mundartmaterials in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dank der Mitarbeit von gegen 400 Korrespondenten zusammengekommen ist, kann das Werk sonst kaum beschriebene und heute weitgehend verschwundene Bereiche der sprachlichen, geistigen und materiellen Kultur dieser Zeit besonders gut dokumentieren. Es ist Arbeitsinstrument für verschiedenste Wissensgebiete wie Sprach-, Geschichts- und Rechtswissenschaft, Volks- und Namenkunde. Seit 2010 ist das Idiotikon auch online abrufbar.

Das Gesamtwerk wird 17 Bände umfassen. Auf den Abschluss hin sind Arbeiten an einem alphabetischen und einem grammatischen Gesamtregister in Gang. Überdies werden eine Kompaktausgabe (Volksausgabe) und eine weiter ausgebaute elektronische Fassung des Werks vorbereitet.

Geographisch umfasst das Bearbeitungsgebiet die deutsche Schweiz (ohne das bairischsprachige Samnaun) einschliesslich der Walserorte in Norditalien.

Das Schweizerische Idiotikon digital enthält die Bände I–XVI, d.h. die Grundwörter von A bis X.

 

histHub erfolgreich gestartet

Der Lenkungsausschuss des Progamms «Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung» von swissuniversities hat an seiner Sitzung vom 4. Juli die erste Phase (1.8.–31.12.2016) des Projekts histHub genehmigt.

histHub ist ein Projekt des 2016 gegründeten Consortium Historicum. Beim Consortium Historicum handelt es sich um eine Arbeitsgruppe von selbstständigen Forschungsprojekten, die den Informationsaustausch und die Förderung der Vernetzung digitaler historisch ausgerichteter Projekte verfolgt. Derzeit beteiligen sich die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins, die Diplomatischen Dokumente der Schweiz, das Historische Lexikon der Schweiz, das Schweizerdeutsche Wörterbuch und das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung am Consortium Historicum.

Im Rahmen des Projekts histHub soll ein Datenhub und ein Laboratory für Linked Open Data zu historischen Entitäten der Schweiz entwickelt werden. Das Ziel ist die Erschliessung von Daten zu historischen Personen, Sachen, Orten und Konzepten dank verschiedener Zugriffsformen, die Entwicklung von Thesauri in drei Landessprachen sowie multilaterale Verlinkung der Daten inkl. Anreicherung mit Normdaten.

Innerhalb der ersten Projektphase von August bis Dezember werden erste konkrete Dienstleistungen für die Scientific Community entwickelt. Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei Microservices, nämlich ein Suchmodul für die Abfrage der im Rahmen des Projekts Metagrid generierten Forschungsdaten und Konkordanzen sowie ein Thesaurus-Editor, der in einem ersten Schritt für die Erstellung einer Ontologie historischer Vornamen eingesetzt wird.

Die Projektwebsite histhub.ch wird die Arbeiten der ersten Projektphase begleiten und in regelmässigen Abständen über die Entwicklungen des Projekts informieren. Ausserdem sollen die Module nach ihrer Fertigstellung auf dieser Seite zugänglich sein.