Phasen 2 und 3 von histHub bewilligt

Der Lenkungsausschuss des Programms “Wissenschaftliche Information” von swissuniversities hat in seiner Sitzung vom 5. Dezember über die Anträge der sechsten Projekteingabe entschieden.

Wir freuen uns sehr, dass der Antrag für den künftigen Aufbau der Plattform histHub genehmigt wurde. Der positive Entscheid belegt die produktive Konsolidierung der Kooperation zwischen führenden digitalen geschichtswissenschaftlichen Institutionen in der Schweiz.

Durch die finanzielle Unterstützung ist es möglich, in den kommenden zwei Jahren die beiden Hauptarbeitsbereiche Vernetzung und Normierung weiter auszubauen und neben der Metagrid-Suche und dem Vornamen-Thesaurus weitere Tools für die Arbeit mit geschichtswissenschaftlichen Daten zu entwickeln.

Die in der ersten Phase etablierten Kommunikationskanäle (histhub.ch, Twitter und Facebook) werden Sie auch in Zukunft über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten und Einblicke in die Ergebnisse unserer Arbeit geben.

Wichtiger Meilenstein erreicht: Vornamen-Vokabular und Metagrid-Suche online

Das histHub-Projekt hat einen ersten wichtigen Meilenstein erreicht. Ab sofort sind das Vornamen-Vokabular und die Metagrid-Suche auf der histHub-Website öffentlich zugänglich.

Vornamen-Vokabular
Beim Vornamen-Vokabular handelt es sich um ein einfaches mehrsprachiges Vokabular (ohne Hierarchien etc.), in dem alle Vornamen der Personen der Projektpartner und ihre historischen oder mundartlichen Schreibvarianten mit Quellen- oder Textstellen belegt sind. In der Regel, ist jeder Vorname einer oder mehreren Personen, die diesen Vornamen tragen, zugeordnet. Es gibt eine Hitliste der häufigsten Vornamen von 200 v. Chr. bis 2016 n. Chr. sowie eine Visualisierung in Wortwolken und der Vorkommen in einer Timeline.
Weitere Informationen zur Projekt-Konzeption finden Sie hier.

Metagrid-Suche    
Dank der Metagrid-Suche können die gespeicherten Konkordanzen zu Personen aus den an Metagrid beteiligten Datenbank zentral durchsucht werden. Damit leistet der Webservice einen wichtigen Beitrag zur Erleichterung der Suche nach relevanten historischen Informationen zu Personen.
Weitere Informationen zur Projekt-Konzeption finden Sie hier.

histHub als Knotenpunkt für Recherchen zur Geschichte der Schweiz
Mit der Lancierung der beiden Services ist ein wichtiger Schritt für die Etablierung von histHub als wichtigem Knotenpunkt für die Vernetzung und Normierung von digitalen Forschungsdaten zur Geschichte der Schweiz.

Thesaurus-Editor und Vornamen-Vokabular

homepagehisthubIm Rahmen der Projektphase 1 von histHub wird ein Thesaurus-Editor als Teil des histHub-Laboratory in einer Testumgebung umgesetzt und die Ontologie für ein Vokabular «Vornamen» im Testverfahren im Datahub entwickelt. Eine Suche innerhalb des Vokabulars steht im Thesaurus-Editor und auf der histHub-Website allen zur Verfügung.

Thesaurus-Editor
Der Thesaurus-Editor ist eine Umgebung für die Er- und Bearbeitung von mehrsprachigen Vokabularen, das Zuordnen von Synonymen und Antonymen und die Erarbeitung einer Hierarchie. Die so entwickelten Thesauri können durch die Dienste von histHub ausserdem mit externen Ressourcen und Referenzthesauri verlinkt und mit internationalen Normdaten angereichert werden.

Eine grafische Umgebung wird zur Verfügung gestellt, die das Bearbeiten der Daten erlaubt – manuelle Suche, Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen von Datensätzen (SCRUD).

Vornamen-Vokabular
In der Projektphase 1 wird als erstes ein Vornamen-Vokabular mit Hilfe der Daten der beteiligten Projekte realisiert. Beim Vornamen-Vokabular handelt es sich um ein einfaches mehrsprachiges Vokabular (ohne Hierarchien, Antonyme etc.), in dem alle Vornamen und ihre historischen oder mundartlichen Schreibvarianten mit Quellen- oder Textstellen belegt sind. Jeder Vorname ist einer oder mehreren Personen, die diesen Vornamen tragen, zugeordnet.

Im Vokabular wird zwischen Vornamen mit einfacher Appellation, z. B. Johannes, und mehrfachen Appellationen, z. B. Hans-Peter, unterschieden. Bei mehrfachen Appellationen wird auf die einfachen Appellationen, aus denen er zusammengesetzt ist, verwiesen. Konkordanzen zwischen verschiedenen Sprachen, verschiedenen in den Quellen vorkommenden Schreibvarianten und Synonymen (z. B. Kurzformen) werden abgebildet.

Alle weiteren Personenbezeichnungen (Namen, Zu/Übernamen, Pseudonyme, Titel etc.) werden in einem nächsten Schritt berücksichtigt.

Das Vornamen-Vokabular ist ab sofort online.

Metagrid

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Im Sommer 2015 ist der Webservice Metagrid offiziell gestartet. Metagrid ist ein Projekt der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) für die Online-Vernetzung von geisteswissenschaftlichen Ressourcen, durchgeführt von den Diplomatischen Dokumente der Schweiz (Dodis) mit der Unterstützung des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS). Der Webservice ermöglicht die Einrichtung, Verwaltung und Analyse von Links zwischen identischen Entitäten (z. B. Personen, Körperschaften oder geographische Orte) von verschiedenen Websites und Datenbanken.

Für die beteiligten Projekte besteht Metagrid aus drei Modulen:

a) Crawling:
Metagrid ist in der Lage, automatisiert die Daten bei den beteiligten Projektpartnern abzufragen und zu strukturieren. Der Einsatz von Mikroformaten (z.B. schema.org) bzw. andere Formen der strukturierten Auszeichnung von Daten erleichtern diesen Prozess.

b) Matching:
Anhand der so gewonnenen Daten berechnet ein Algorithmus die Wahrscheinlichkeit, dass Entitäten, die aus unterschiedlichen Datenbanken zusammengeführt wurden, übereinstimmen. Mit Hilfe eines übersichtlichen Redaktionstools können diese Vorschläge von den beteiligten Forscherinnen und Forschern bestätigt oder abgelehnt werden. Stimmen die abgefragten Informationen komplett überein, kann ein Teil der Konkordanzen auch völlig automatisiert erstellt werden. Jede dieser Konkordanzen muss nur einmal bestätigt werden und steht anschliessend sofort allen beteiligten Projekten zur Verfügung.

c) Publishing:
Die auf diese Weise gewonnenen Informationen werden mit Hilfen eines Widgets auf den Partnerwebsites dargestellt. Zur Integration werden lediglich zwei Zeilen zusätzlicher Code benötigt, der auf einfache Weise in die entsprechenden Websites integriert werden kann.

Die Metagrid-Suche ist ab sofort online.

 

Dodis-DDodis
John Bassett Moore


tellHLS-DHS
Friedrich Traugott Wahlen


Base de données “élites suisses au XXe siècle”
Giuseppe Motta


officeForeign Relations of the United States, U.S.-Chiefs of Mission
Elihu Root


Logo_huygens_Ing_siteHuygens Institute of Netherlands History
Horace Merle Cochran


lonsea-lLonsea – League of Nations Search Engine
Gustave Ador


BSG logoBibliographie der Schweizergeschichte
Albert Weitnauer


IMG_7203 Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins
Diebold Schilling (der Ältere)


BSG logoHelveticat
Henri Guisan

Meilensteine Phase 1

Die Bewilligung einer ersten Projektphase bis Ende Dezember 2016 war ein wichtiger Schritt für die Etablierung von histHub als Datenhub für die historischen Geisteswissenschaften.

Konkret stehen in dieser Phase die Entwicklung und der Ausbau verschiedener Services im Mittelpunkt:

  • Der bereits realisierte Service Metagrid (metagrid.ch) wird in dieser Zeit weiter ausgebaut und die Daten der an histHub beteiligten Projekte werden vernetzt.
  • Ein Thesaurus-Editor zur Erarbeitung und Verwaltung von kontrollierten Vokabularen wird konzipiert und in einer Testumgebung realisiert. Erstes Ziel ist die Erstellung eines Vornamen-Vokabulars mit Hilfe der Daten der beteiligten Projekte.
  • Am Ende dieser Projektphase sollen diese beiden Services auf der histHub-Website als Module verfügbar und für eine interessierte Öffentlichkeit nutzbar sein.

Mit Metagrid und Thesaurus-Editor werden zwei wichtige Grundsteine für die künftige Konzeption des Projekts gelegt.

Aufbauend auf diesen beiden Technologien wird sich histHub zwei Hauptarbeitsbereichen widmen, nämlich einerseits der Vernetzung und andererseits der Normierung von geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten.

Im Laufe der kommenden Wochen werden wir die einzelnen Services hier genauer vorstellen und Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

histHub – Projektträger

Um das Potenzial der Strukturierung und Vernetzung digitaler Daten künftig gemeinsam zu nutzen und weiterzuentwickeln haben sich die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins mit ihrer Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ), die Forschungsstelle der Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) mit ihrer Datenbank Dodis, das Historische Lexikon der Schweiz (HLS), das Schweizerdeutsche Wörterbuch (Idiotikon) und das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung (ortsnamen.ch) im Consortium Historicum zusammengeschlossen und das Projekt histHub entwickelt.
Durch ihren Langzeitcharakter und den frühzeitigen Einsatz digitaler Werkzeuge haben die beteiligten Institutionen besondere Expertise in der nachhaltigen Umsetzung digitaler Projekte und in der fachspezifischen Nutzung von Forschungsdaten. Zusammen verfügen sie über umfassende und qualitativ hochstehende Wissensbestände zur Schweizergeschichte und methodologische Kompetenzen für ihre Verwaltung und Nutzbarmachung.

The Diplomatic Documents of Switzerland (DDS) are a research project aiming to edit key documents on Swiss foreign relations.

The work of the Diplomatic Documents of Switzerland is both academic and practical in nature. The editors provide researchers and practitioners with official sources in printed and digitized form which are necessary to reconstruct and gain an understanding of the history of Swiss foreign policy.

The relevant documents are selected and edited by a research group whose members are historians from Swiss universities. It is also responsible for the annotation of the documents.

Edition and database
The first series of volumes (vols. 1-15) of the printed edition covering the period 1848-1945 has already been published in its entirety. The second series (vols 16-31) will be completed in 2020 thanks to a quick publication schedule.

The Online Database Dodis – in addition to the printed edition – allows for free access to a large number of digitized documents. Moreover, it contains a vast amount of information on people (Swiss and foreign) and organisations that were active in the field of foreign policy and makes documentation and several thematic dossiers available for consultation.

Das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) ist ein wissenschaftliches Nachschlagewerk, das die Geschichte auf dem Gebiet der heutigen Schweiz von der Urgeschichte bis zur Gegenwart in allgemein verständlicher Form darlegt. Es ist das weltweit einzige wissenschaftliche Lexikon, das gleichzeitig in drei Sprachen erscheint, nämlich in den Schweizer Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Das HLS wird als Buch und zugleich als elektronische Datenbank unter dem Namen e-HLS publiziert.

Die Artikel des HLS und des e-HLS unterteilen sich in Biografien, Familienartikel, Ortsartikel und Sachartikel. Die Ortsartikel enthalten Informationen zu Gemeinden, Kantonen, Regionen, anderen Ländern, Herrschaften, Burgen, archäologischen Fundorten usw. Die Sachartikel behandeln Institutionen und geschichtliche Ereignisse, aber auch historische Strukturen, Prozesse und Ordnungsbegriffe. Die Auswahl der Lexikonstichwörter ist einer Histoire totale verpflichtet, die historische Gesellschaften und Räume möglichst in ihrer Gesamtheit erfassen will. Neueste Trends in der Geschichtswissenschaft werden sowohl in der Stichwortauswahl wie auch in den einzelnen Artikeln berücksichtigt. In HLS und e-HLS fliesst Expertenwissen aus allen historischen Teildisziplinen und aus fachverwandten Gebieten wie der Kirchen-, Medizin-, Musik- oder Militärgeschichte ein.

Alle Artikel des e-HLS können mit einer Volltextsuche abgefragt werden. Die dreisprachige Stichwortliste des e-HLS ist ein wertvolles Instrument beim Übersetzen von historischen Fachbegriffen.

ortsnamen.ch publishes results of toponymy research and provides information on the status of onomatology research in Switzerland.

The item Online-Datenbank on the website menu grants access to the project’s online database.

ortsnamen.ch ensures:

  • the continuous backup of research data from ongoing and (especially) completed projects
  • the electronic publication of these results (or parts thereof) on the homepage
  • the geocoding of name data in different online maps
  • the maintenance of a bibliography on toponymy research in German-speaking Switzerland, including links to electronic resources
  • the project’s own research, concentrating on the acquisition and presentation of data (current topic: collecting exonym and endonym variants from the hand-written records for the Linguistic Atlas of German-speaking Switzerland/Sprachatlas der deutschen Schweiz)

    Finally, ortsnamen.ch is an information platform for current events and publications on Swiss and international research on toponymy.

Seit 1898 gibt die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins eine Sammlung der im Gebiet der heutigen Schweiz entstandenen Rechtsquellen heraus, die Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ). Ediert wird rechtshistorisches Quellenmaterial vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit (1798). Bisher sind über 100 Bände oder mehr als 70’000 Seiten Quellentexte und Kommentare aus allen Sprachteilen der Schweiz in der Sammlung erschienen.

Im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds und vom Friedrich-Emil-Welti-Fonds geförderten Projekts wurden alle Bände der Sammlung digitalisiert und sind auf der Website der Sammlung Schweizerischer Rechtquellen verfügbar.

Es gibt folgende Zugänge zur Sammlung:

Für weitere Informationen zur SSRQ online verweisen wir auf den detaillierten Beschrieb.

The Schweizerisches Idiotikon (Swiss-German Dictionary) documents German in Switzerland from the late Middle Ages to the 21st century.

So far 16 volumes have been published – the 17th is a work in progress. Upon completion, the dictionary will contain entries on more than 150,000 lemmata, making it the largest regional dictionary of the German language area even now. It documents the German language in Switzerland from the late Middle Ages until today, representing the older language as well as the dialect still spoken today. The basis of the dialect material was gathered in the second half of the 19th century with the collaboration of approximately 400 correspondents. Therefore, otherwise hardly known and largely vanished aspects of linguistic, spiritual and material culture of the time is documented.
It is a working tool for different fields of research such as linguistics, history, jurisprudence, folklore and onomastics. The dictionary has been available online since 2010.

The complete work will comprise 17 volumes. Other projects in progress include the completion of an alphabetical and a grammatical register, the preparation of a compact edition (popular edition), and an expanded electronic edition of the dictionary.

The geographic scope of the dictionary covers German-speaking Switzerland (without the Bavarian-speaking Samnaun), including the Walser settlements in northern Italy.

The Schweizerisches Idiotikon digital (electronic version of the dictionary) contains volumes I-XVI, i.e. base words from a to x.

histHub erfolgreich gestartet

Der Lenkungsausschuss des Programms «Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung» von swissuniversities hat an seiner Sitzung vom 4. Juli die erste Phase (1.8.–31.12.2016) des Projekts histHub genehmigt.

histHub ist ein Projekt des 2016 gegründeten Consortium Historicum. Beim Consortium Historicum handelt es sich um eine Arbeitsgruppe von selbstständigen Forschungsprojekten, die den Informationsaustausch und die Förderung der Vernetzung digitaler historisch ausgerichteter Projekte verfolgt. Derzeit beteiligen sich die Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins, die Diplomatischen Dokumente der Schweiz, das Historische Lexikon der Schweiz, das Schweizerdeutsche Wörterbuch und das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung am Consortium Historicum.

Im Rahmen des Projekts histHub soll ein Datenhub und ein Laboratory für Linked Open Data zu historischen Entitäten der Schweiz entwickelt werden. Das Ziel ist die Erschliessung von Daten zu historischen Personen, Sachen, Orten und Konzepten dank verschiedener Zugriffsformen, die Entwicklung von Thesauri in drei Landessprachen sowie multilaterale Verlinkung der Daten inkl. Anreicherung mit Normdaten.

Innerhalb der ersten Projektphase von August bis Dezember werden erste konkrete Dienstleistungen für die Scientific Community entwickelt. Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei Microservices, nämlich ein Suchmodul für die Abfrage der im Rahmen des Projekts Metagrid generierten Forschungsdaten und Konkordanzen sowie ein Thesaurus-Editor, der in einem ersten Schritt für die Erstellung einer Ontologie historischer Vornamen eingesetzt wird.

Die Projektwebsite histhub.ch wird die Arbeiten der ersten Projektphase begleiten und in regelmässigen Abständen über die Entwicklungen des Projekts informieren. Ausserdem sollen die Module nach ihrer Fertigstellung auf dieser Seite zugänglich sein.