Bericht: histHub-Day, 1. Februar 2019


Teilnehmende der Hands-On Session aus Archiven, Bibliotheken, Universitäten und der Digital-Humanities-Szene

Wie kann histHub das Angebot an digitalen Technologien, Daten und Tools für die historischen Wissenschaften in der Schweiz bereichern? Ziel des histHub-Days am 1. Februar 2019 war es, die Resultate der Aufbauphase von histHub zu präsentieren. Beim vollständig ausgebuchten Anlass in den schönen Räumlichkeiten des Hauses der Universität in Bern wurden die bestehende Daten und Services vorgestellt und die neu gestaltete Website mit den darin enthaltenen Funktionalitäten demonstriert.

Bereits am Vormittag bot eine Hands-On Session die Möglichkeit zum Ausprobieren der histHub-Tools. Den zahlreich erschienenen Teilnehmenden aus Archiven, Bibliotheken, Universitäten und der Digital-Humanities-Szene stellten Dr. Christiane Sibille und Dr. Bernhard Ruef Datenmaterial und Tools zum Vernetzen und Normieren vor. Unterstützt von weiteren histHub-Mitarbeitenden, testeten die Session-Teilnehmenden die Tools auf ihren eigenen Laptops und lernten neue Möglichkeiten kennen, Daten zu strukturieren, anzureichern und zu vernetzen sowie Typologien und Thesauri zu managen und zu visualisieren.


Begrüssung durch Dr. Aude Dieudé von swissuniversities

Nach dem offerierten Mittagessen startete der zweite Teil des Anlasses mit einer Begrüssung durch Dr. Aude Dieudé, Portfolio Managerin des Programms P-5 «Wissenschaftliche Information» von swissuniversities. In der sympathischen «Adresse de bienvenue» informierte Dieudé über die aktuelle Situation des Programms, dessen strategischer Planung und Vision sowie über die Einbindung von histHub im Programm. Anschliessend zog der Geschäftsführer von histHub Dr. Alban Frei anhand der Zielsetzung des Projektes eine erste Zwischenbilanz von histHub nach der Aufbauphase.

Moderiert von Prof. Dr. Hans Bickel galt die erste Session am Nachmittag den Daten von histHub. Auf der Beta-Version der neu gestalteten Webseite präsentierte Dr. Tobias Roth die Suchfunktion, während Dr. Pascale Sutter über histHub-Normdaten zu Personen und Orte referierte und Dr. Christiane Sibille sich den vernetzten Daten von Personen und Orten widmete. In der zweiten Session ­– moderiert von Prof. Dr. Sacha Zala – stellte Dr. Christiane Sibille das Open-Source-Tool OpenRefine vor, Dr. Bernhard Ruef erläuterte den ThesaurusManager und Manuela Weibel präsentierte die Ortstypologie und Ortsontologie von histHub.


Roundtable mit Dr. des. Tobias Hodel, Christian Aliverti, Prof. Dr. Cristina Urchueguía und Prof. Dr. Michael Piotrowski

Ein abschliessender Roundtable mit Dr. des. Tobias Hodel (Editionsprojekt Königsfelden), Christian Aliverti (Schweizerische Nationalbibliothek), Prof. Dr. Cristina Urchueguía (Schweizerische Musikforschende Gesellschaft) und Prof. Dr. Michael Piotrowski (Universität Lausanne) diskutierte neben der Verwendung von Tools und Daten im Berufsalltag auch die Perspektiven für die Infrastrukturlandschaft der digitalen Geschichtswissenschaften in der Schweiz. Die dadurch angeregten Diskussionen wurden beim Apéro lebhaft weitergeführt und rundeten den ergebnisreichen histHub-Day wunderbar ab.