histHub-Ontologie

In histHub entstehen Normdaten zu den Hauptentitäten Personen, Orte, Organisationen und Konzepte sowie Thesauri zu verschiedenen Unterentitäten wie z. B. Vornamen (histHub-fornames), Orts- und Organisationstypen, Berufen etc. Thesauri sind standardisierte Vokabulare, die sowohl hierarchisch als auch in beliebigen Relationen strukturiert sind und das in einem Themengebiet gebrauchte Vokabular beschreiben und normieren.

histHub modelliert die Normdaten mit Hilfe einer Ontologie. Die histHub-Ontologie strukturiert Daten anhand eines eindeutig definierten und dokumentierten Datenmodells und bildet den historischen Diskurs über die Wirklichkeit in Daten ab. Die Ontologie ist flexibel und erweiterbar. Anhand der Ontologie werden Merkmale und Beziehungen von Entitäten – sei es abstrakt (Äquivalenz, Hierarchie etc.) oder konkret (in Raum und Zeit) – samt Metadaten zu ihrer Definition und Entstehung in Form von strukturierten Daten gesammelt. Die Informationen sind dadurch explizit (ohne verborgene Annahmen) und maschinenlesbar.

Das konzeptuelle Datenmodell von histHub lehnt sich an das Modell von CIDOC-CRM (Comité International pour la Documentation-Conceptual Reference Model, ISO 21127) an, das unterschiedliche Museen, historische Projekte und andere Institutionen weltweit seit mehr als zwanzig Jahren für die Interoperabilität ihrer Daten nutzen. Im Bereich historischer Forschung befindet sich derzeit das Konsortium «Data for History» im Aufbau. Dieses entwickelt eine Online-Plattform, die flexible und projektspezifische Anpassungen des CIDOC-CRM ermöglicht. histHub nimmt in diesem Rahmen am internationalen Workshop vom 23.–24. November 2017 teil, der vom Laboratoire de recherche historique Rhône-Alpes in Lyon organisiert wird.

Für Auskünfte und Anfragen stehen wir gerne zur Verfügung (Mail).